Stand der Energiewende in Dresden visualisiert
Astro @Der Chaos Computer Club Dresden (C3D2) hat im April das Energiewende-Dashboard aus Leipzig für Dresden angepasst und auf eigener Infrastruktur bereitgestellt, um die öffentliche Verwaltung und die Energiewende in Dresden zu unterstützen. Fortan kann der Stand der Energiewende unter https://energiewende.c3d2.de online abgerufen werden.
Das Dashboard ist im Projekt Connected Urban Twins entstanden. In diesem Leuchtturm-Projekt haben die Städte Leipzig, Hamburg und München über fünf Jahre zusammengearbeitet, um urbane Planungs- und Steuerungsprozesse mit digitalen Mitteln zu verbessern und den Wissenstransfer zwischen Smart City Modellkommunen voranzutreiben.
Hervorzuheben ist, dass die Entwicklung des Dashboards in einer Community aus verschiedenen Städten und Gemeinden stattfand, die selbst nicht Teil des Connected Urban Twins Projektes waren, u.a. Regensburg, Kusel, Kiel, Nordfriesland, Paderborn. Diese Community hat das Projekt auf der Data Week Leipzig 2025 vorgestellt (Video).
Das Dashboard wurde in einer sehr frühen Version erstmals im April 2024 beim 4. Modellprojekte Smart City Kongress in Leipzig für Dresden repliziert. Im Juni 2024 war an der Technischen Universität Dresden die „15. Regionalkonferenz Dresden: Smarte Zukunft gestalten: Auf dem Weg zur nachhaltigen und klimafreundlichen Stadt und Region“. In einem informellen IT-Workshop wurde das Dashboard sowie die technische Basis vorgestellt. Teilnehmende Kommunen konnten so anhand der Daten aus dem Marktstammdatenregister eigenständig den Stand der Energiewende in ihrer Kommune abbilden.
Die Daten für das Energiewende-Dashboard werden live aus dem Marktstammdatenregister ausgelesen und visuell aufbereitet. So ist beispielsweise nachvollziehbar, wie viel Solarenergie auf Balkonen oder Parkplätzen in der Landeshauptstadt erzeugt werden kann - Daten, die für die Entwicklung der Energiewende eine wichtige Rolle spielen werden.
Der Quell-Code für das Energiewende-Dashboard ist als Open Source-Projekt verfügbar. Das heißt, es kann in allen interessierten Kommunen betrieben werden. Folglich können Interessierte auf der ganzen Welt aktiv an der Weiterentwicklung des Werkzeugs mitwirken und so einen Beitrag zu digitaler Souveränität und zur Energiewende leisten. Das git-Repository der Software ist online verfügbar unter: https://gitlab.com/entwicklungscommunity-energiedaten/energiewende-dashboard